Nach knapp fünf Wochen intensiver Abbrucharbeiten geht jetzt die bauliche Geschichte des Hauses G am Campus des Solinger Klinikums fast zu Ende. Das Unternehmen Knepper bricht am 7. August die oberirdischen Stockwerke im Bereich der Zentralen Notaufnahme und des Schockraums ab. Anschließend werden noch die verbliebenen Keller ausgebaut.
Die großen Raupen- und Bagger arbeiten sich seit Anfang Juli Stockwerk um Stockwerk und von Wand zu Wand durch, um den bereits entkernten Rohbau abzubrechen. Der Bauschutt wird in den kommenden Tagen abtransportiert und im Recycling-Prozess zu Straßenbaumaterial und Beton verarbeitet. Sobald das Areal geräumt wird, wird der Grund für den Neubau vorbereitet, die Freigabe des Bodens für die bevorstehenden Erdbauarbeiten ist für Oktober vorgesehen.
Mit dem Abriss von Haus G geht ein großes Stück Solinger Krankenhaus-Geschichte zu Ende. Erbaut 1956 war das Haus G ein wichtiger Meilenstein in der Generalsanierung der damaligen Städtischen Krankenanstalten. Bis in die frühen 1970 er Jahre, als das Bettenhaus E ans Netz genommen wurde, war das sechsgeschossige Haus G das markanteste Gebäude auf dem Campus. Es beherbergte Stations- und Funktionsbereiche, darunter auch ein Bewegungsbad.
Bis vor gut zehn Jahren wurden noch Patientinnen und Patienten in den Zimmern aufgenommen. Später, im Zuge der sich konkretisierenden Neubaupläne, verlagerte man die Patientenbereiche in den übrigen baulichen Bestand und siedelte in Haus G die administrativen Funktionen an. Zuletzt diente das Haus G als Zwischenlager für die zahlreichen internen Umbaumaßnahmen, die nach der Integration der Bereiche Neurologie, Neuroradiologie und Stroke Unit infolge der Insolvenz der Kplus Gruppe erforderlich waren.
Im Frühjahr 2027 beginnen auf dem Gelände die Bauarbeiten für das neue Bettenhaus. Geplant sind acht Vollgeschosse mit etwa 15.000 Quadratmetern Nutzfläche und einer Kapazität von rund 430 Betten. Ergänzend entstehen eine erweiterte Notaufnahme, ein Hubschrauberlandeplatz sowie eine neue Zentralküche. Der Neubau setzt moderne Strukturen und aktuelle Bautrends um.
Während des Abtransportes der Baureste werden die Patienten und Besucher um vermehrte Aufmerksamkeit wegen des Baustellenverkehrs gebeten.
