Klinikum setzt positive Entwicklung weiter fort: Neue kooperative Akademie für Gesundheitsberufe eröffnet

Fassade des Neubaus der Solinger Akademie für Gesundheitsberufe

Es herrschte Einigkeit beim Neujahrsempfang des Städtischen Klinikums, der gleichzeitig die offizielle Eröffnung der Solinger Akademie für Gesundheitsberufe war: Gute, mutige Entscheidungen zur richtigen Zeit führten den Gesundheitscampus an der Gotenstraße auf den Erfolgsweg. Geschäftsführer Prof. Dr. Martin Eversmeyer präsentierte eindrucksvolle Zahlen: 32.000 stationäre Fälle, 50.000 Patientenkontakte in der Zentralen Notaufnahme, versorgt von 2.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Eine deutliche Steigerung in allen Bereichen. „Wir sind 2024 mit der Einstellung vieler neuer Mitarbeitenden in Vorleistung gegangen“, sagt Prof. Dr. Martin Eversmeyer. Denn mit den Mitarbeitenden und den neuen Leistungsbereichen konnte auch der Schweregrad gesteigert werden, der besonders erlösrelevant ist. „Die Strategie zahlt sich jetzt aus.“ Auch in 2025 sowie in der Planung für 2026 rechnet das Klinikum mit einem guten positiven Betriebsergebnis. 

Die Solinger Akademie für Gesundheitsberufe vereint drei Schulen unter seinem neuen Dach: die Pflegeschule und die Schule der Operationstechnischen Assistenz (OTA) des Städtischen Klinikums sowie die Rettungsschule der Feuerwehren in Solingen, Remscheid und Leverkusen. Für Oberbürgermeister Daniel Flemm ein deutliches Zeichen, dass Stadt und Klinikum gemeinsam in Gesundheit und in Bildung investieren. Denn: „Erfolg entsteht im Team, und gute Medizin braucht gute Pflege.“ Mit der Akademie sei an der Gotenstraße jetzt ein multifunktionales Gebäude mit modernster technischer Ausstattung entstanden, das mit umfassenden Ausbildungsmöglichkeiten dem Fachkräftemangel entgegenwirken könne. Klinikum und Stadt sind gemeinsam Gesellschafter der neu gegründeten Akademie.

13 Millionen Euro sind in den Neubau gegenüber der Klinik geflossen und bieten jetzt voll digitale Räume für angehende Pflegefachpersonen, Pflegefachassistentinnen und –assistenten, OTAs, Rettungs- und Notfallsanitäterinnen und –sanitäter. Für Akademie-Geschäftsführerin Susanne Wiechmann ist die neue Schule nicht nur ein Gebäude, sie sei ein Versprechen an die Auszubildenden und an die Stadt: „Wir sind nicht nur systemrelevant, wir sind menschenrelevant.“

Diese gesellschaftliche Relevanz hob auch Simon Preuß als Leiter der Rettungsschule hervor: Von Corona-Pandemie bis Terroranschlag – die Solingerinnen und Solinger konnten sich stets auf ihren Rettungsdienst der Feuerwehr verlassen. Das soll auch in Zukunft so bleiben. „Wir sind stolz, dankbar und zuversichtlich“, sagte Simon Preuß und betonte, dass man sich der Verantwortung bewusst sei, die sich auch durch den Invest in den Ausbildungsstandort ergebe. 

Carsten Becker, neuer Aufsichtsratsvorsitzender des Städtischen Klinikums, zeigte sich nach dem Rundgang durch das Gebäude besonders von den Möglichkeiten der praxisnahen Ausbildung in den Skills Labs beeindruckt: „Die Akademie ist ein Highlight für die Sicherstellung der weiteren medizinischen Versorgung in unserer Stadt.“ Und sie sei erst der Anfang. Bis 2029 entsteht ein weiterer moderner Bau: Rund 180 Millionen werden in das neue Bettenhaus fließen. Davon übernimmt das Land NRW rund 90 Millionen. „Dieser hohe Anteil der Förderung ist ein klares Bekenntnis des Landes, dass über uns die Versorgung Solingens und der Region gesichert wird“, sagt Prof. Dr. Martin Eversmeyer und ergänzt: „Auch im ambulanten Bereich sind wir mit den Medizinischen Versorgungszentren auf dem richtigen Weg.“