Städtisches Klinikum Solingen

Institut für diagnostische und interventionelle Neuroradiologie

Pulsatiler Tinnitus

Der pulsatile Tinnitus ist eine Form des Tinnitus, bei der Betroffene ein rhythmisches Geräusch wahrnehmen, das in der Regel mit ihrem eigenen Herzschlag synchronisiert ist. Im Gegensatz zum kontinuierlichen Ton des herkömmlichen Tinnitus, empfinden Menschen mit pulsatilem Tinnitus oft ein pochendes oder pulsierendes Geräusch. Ursächlich können verschiedene Faktoren sein, darunter abnormale Blutgefäßveränderungen nahe dem Ohr oder vaskuläre Erkrankungen, die den Blutfluss beeinflussen. Da pulsatilem Tinnitus häufig eine spezifische, identifizierbare Ursache zugrunde liegt, ist eine gründliche medizinische Untersuchung entscheidend, um die zugrundeliegenden Bedingungen zu diagnostizieren und entsprechend zu behandeln.

  • Ursachen: Abnormale Blutgefäßveränderungen (Sinus-Stenosen, durale arteriovenöse Fisteln, Verengungen der Hirnarterien, stark durchblutete Tumore)
  • Notwendigkeit gründlicher medizinischer Untersuchung zur Diagnose der zugrundeliegenden Bedingungen
  • Behandlungsschwerpunkt im Institut für Neuroradiologie mit individuell abgestimmten Therapien
  • Einsatz fortschrittlicher bildgebender Verfahren (MRT, CT-Angiographie) zur detaillierten Untersuchung
  • Behandlungsoptionen abhängig von der spezifischen Ursache: endovaskuläre Verfahren durch Embolisation oder Stent-Angioplastie
  • Multidisziplinäres Team aus Neuroradiologen, HNO-Ärzten, Neurologen, Neurochirurgen für umfassende Betreuung
  • Ziel: Linderung der Symptome, Vorbeugung von Hirnblutungen, Verbesserung der Lebensqualität, psychologische Unterstützung

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Artikel: "Glomustumor: Meist gutartig, aber nicht immer ungefährlich"
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