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Klinik Solingen

Radeln für Herz, Niere & Co.

Rund 40 Teilnehmer einer besonderen Radtour machten am Freitag, dem 26. Juli 2019 einen Zwischenstopp im Städtischen Klinikum Solingen. Es sind Menschen aus ganz Deutschland, die erfolgreich eine Organtransplantation überstanden haben, sowie Dialysepatienten, die noch auf eine Organspende warten. Zusammen mit anderen Betroffenen sind sie im Verein TransDia-Sport Deutschland aktiv. Dort wird gemeinsam trainiert und auf die Lage der vielen Wartenden aufmerksam gemacht. Eine der eindrucksvollsten Werbemaßnahmen dieser Organisation ist die Radtour pro Organspende, die der Verein seit 2007 in wechselnden Regionen durchführt.

Die diesjährige, nunmehr 13. Tour steht unter der Schirmherrschaft vom Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und führt rund ums Ruhrgebiet. Nach dem Start in Köln ging es linksrheinisch über Dormagen, Düsseldorf und Krefeld in Richtung Ruhrgebiet und danach weiter ins Bergische Land und zurück ins Rheinland. Auf ihrer Route steuern die Radler Kliniken und Krankenhäuser an, um insbesondere den Transplantationsbeauftragten und allen in den Ablauf der Organspende eingebundenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern „Danke“ zu sagen. Darüber hinaus wollen sie mit Ärzten, Patienten und Besuchern ins Gespräch kommen und die Botschaft vermitteln: „Organspende schenkt Leben“.

Auf der vorletzten Tour-Etappe von Hattingen nach Wermelskirchen machte die 13. Radtour pro Organspende Station im Städtischen Klinikum Solingen. Auf dem zentralen Platz mit der farbenfrohen „Dorflinde“ vor dem Eingang des Klinikums wurde ein gemeinsamer Treffpunkt aufgebaut.

In Deutschland hoffen zurzeit mehr als 10.000 schwerstkranke Menschen auf die Transplantation eines Organs. Für sie ist die Transplantation die einzige Möglichkeit, um zu überleben oder die Lebensqualität erheblich zu verbessern. Mit der Organentnahme eines einzigen Spenders können bis zu sieben Patienten auf der Warteliste für ein Herz, eine Niere, Leber oder Lunge transplantiert werden. Dies ist jedoch nur möglich, wenn Menschen bereit sind, ihre Organe nach dem Tod zu spenden.

„Das Städtische Klinikum Solingen als Krankenhaus der Maximalversorgung mit einer Klinik für Neurochirurgie hat im Vergleich zu anderen Krankenhäusern ein weitaus größeres Organspenderpotenzial als Krankenhäuser ohne diese Abteilung“, erklärt Medizinischer Geschäftsführer Prof. Dr. Thomas Standl. Die Zahl der Patienten mit schwerer Hirnschädigung, die als Spender in
Frage kommen, ist in diesem Fachbereich höher, als in anderen Disziplinen. „Aus Kliniksicht ist vor allem die enge Zusammenarbeit zwischen Intensivmedizinern und den anderen Disziplinen bei der Identifizierung potenzieller Spender unabdingbar“, so Prof. Standl. Auf der anderen Seite sei eine ständige umfassende Aufklärung der Öffentlichkeit von zentralem Stellenwert. „Denn nur wer Organspende akzeptiert, ist auch zum Spenden bereit“, so Prof. Standl.

 

2018 wurden 20 Patienten des Städtischen Klinikums
Solingen für eine Organspende nach Eintritt des Hirntodes der Deutschen Stiftung für Organtransplantation (DSO) vorgeschlagen, davon wurden fünf Patienten als Organspender angenommen.

Haben auf ihrer Tour durchs Rheinland, Ruhrgebiet und Bergische Land Station im Städtischen Klinikum Solingen gemacht: Die Teilnehmer der 13. Radtour pro Organspende.