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„Essen und Trinken beeinflussen die Lebensqualität, sind wichtige Bestandteile sozialer und kultureller Identität und dienen der Gesunderhaltung durch die Nährstoffaufnahme. Die Sicherung einer bedürfnisorientierten und bedarfsgerechten Ernährung kann durch die frühzeitige Erfassung und Bewertung von Anzeichen einer drohenden oder bestehenden Mangelernährung und ihrer Gründe, durch angemessene Unterstützung und Umgebungsgestaltung, spezifische Maßnahmen sowie ein geeignetes Nahrungsangebot eine Mangelernährung verhindern und bestehenden Defiziten entgegenwirken.“ (Expertenstandard, DNQP 2017)

Die Mangel- und auch Fehlernährung ist eine häufige Ursache für Erkrankungen und körperliche Probleme. Sie kann zu Wundheilungsstörungen nach Operationen, einem erhöhten Dekubitusrisiko und verzögerten Krankheitsverläufen führen. Die Ursachen sind vielschichtig: vermindertes Durstempfinden im Alter, Appetitlosigkeit, Kau- und Schluckstörungen, konsumierende Erkrankungen und die Notwendigkeit eines verlängerten Nahrungsverzichts aufgrund von Untersuchungen und Operationen im Krankenhausaufenthalt. Die Behandlung von Mangelernährung hat Einfluss auf den Genesungsprozess nach Operationen, Verträglichkeit von Therapien wie z.B. einer Chemotherapie, Belastbarkeit und vor allem auch auf die Lebensqualität des Patienten.

Unser Team Mangelernährung erfasst den aktuellen Ernährungszustand des Patienten in den verschiedenen Kliniken unseres Hauses. Bei vorliegendem oder drohendem Ernährungsdefizit wird mit dem Patienten, den pflegerischen und ärztlichen Kollegen und ggf. den Diätassistenten besprochen, wie man diesem entgegenwirken kann. Eine Verbesserung der Energieabdeckung erfolgt bei der Möglichkeit der oralen Nahrungsaufnahme über Zusatznahrung und Wunschkost. Sollte die Abdeckung des Energiebedarfs oral nicht möglich sein, kann eine Infusionstherapie besprochen und eingeleitet werden.