Städtisches Klinikum Solingen

Institut für diagnostische und interventionelle Neuroradiologie

Verengung der großen Hirnvenen (Sinusstenosen)

Die Verengung der großen Hirnvenen, bekannt als Sinusstenosen, betrifft die venösen Blutleiter im Gehirn, die für den Abfluss des Blutes aus dem Schädel zuständig sind. Diese Zustände können zu einem erhöhten intrakraniellen Druck führen (sog. Pseudotumor cerebri oder „idiopathische“ intrakranielle Hypertension), was Symptome wie Tinnitus, Kopfschmerzen, Sehstörungen, Schwindel und in einigen Fällen zu neurologischen Beeinträchtigungen führen kann. Sinusstenosen können verschiedene Ursachen haben, darunter thrombotische Ereignisse, strukturelle Anomalien oder Druckerhöhung im Schädel. Die genaue Ursache zu identifizieren, ist entscheidend, da sie die Auswahl der geeigneten Behandlungsmethode bestimmt und somit wesentlich für eine erfolgreiche Therapie ist.

  • Symptome: pulssynchrones (pulsatiles) Ohrgeräusch (Tinnitus),Kopfschmerzen, Sehstörungen, Schwindel, neurologische Beeinträchtigungen
  • Ursachen: Sinusthrombose, Sinusstenose, strukturelle Anomalien, Druckerhöhung im Schädel
  • Diagnosestellung durch dezidierte klinische Untersuchung und moderne bildgebende Verfahren (MRV, DSA, Liquor- und intravenöse Druckmessung
  • Behandlungsstrategien variieren je nach Ursache und Schweregrad (medikamentöse Therapie, interventionelle neuroradiologische Techniken, z.B. venöse Stent-Implantation)
  • Multidisziplinäres Team für individuell abgestimmte Behandlungspläne