Städtisches Klinikum Solingen

Radiologie Solingen

Interdisziplinäres Myomzentrum

Liebe Patientin, liebe Einweiser, sehr geehrte Angehörige,

im Folgenden möchten wir Ihnen unser interdisziplinäres Zentrum zur Therapie für Myome vorstellen. Uterusmyome sind gutartige Tumore der Gebärmutter und gehören zu den häufigsten Erkrankungen der Frau:

  • häufigster solider Beckentumor
  • klinische Prävalenz 25-50 Prozent
  • bei 20 bis 40 Prozent der Frauen ab 35 Jahren
  • Größe: wenige Millimeter bis > 20 cm
  • meist mehr als ein Myom, im Durchschnitt 6-7 Myome
  • die Myomgröße nimmt in der Schwangerschaft oft zu
  • nach der Menopause typischerweise Größenreduktion


In engster Zusammenarbeit zwischen unserem Team der Myomspezialisten aus dem Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und der Klinik für Frauenheilkunde des Städtischen Klinikums Solingen behandeln wir gemeinsam Patientinnen, die an Utersumyomen leiden.


20-50 Prozent der Frauen haben myomassoziierte  Beschwerden, wie z.B.:

  • verlängerte Menstruation, ungewöhnlich schwere und verlängerte Blutungen (bis hin zur transfusionspflichtigen Anämie)
  • Schmerzen
    • im Becken
    • im Gesäß oder in den Beinen
    • beim Geschlechtsverkehr
  • Druckgefühl
    • im Becken
    • auf die Harnblase, ggf. mit Harndrang bis zur Harninkontinenz
    • auf den Darm , ggf. mit Verstopfung
  • Myome können auch Ursache eines unerfüllten Kinderwunsch sein.


Unser Team berücksichtigt bei der ganzheitlichen Therapieplanung alle Aspekte von Kinderwunsch bis zu innovativen radiologischen Verfahren und berät gemeinsam in interdisziplinären Fallbesprechungen die Befunde, Symptome und Lebenssituation unserer Patientinnen. So können wir Ihnen ein individuelles Behandlungskonzept vorschlagen.


Verursachen Myome keine Beschwerden oder sind klein und zeigen kein wesentliches Wachstum, ist aus medizinischer Sicht keine Therapie notwendig. Bei symptomatischen Myomen stehen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Welche Therapie in Betracht kommt, hängt neben der persönlichen Preferenz der Patientin von vielen Faktoren ab. Vorteil unseres interdisziplinären Myomzenrums ist, dass wir alle Therapieoptionen anbieten und die jeweils optimale und vielversprechendste für die Patientin empfehlen (und dann auch durchführen) können.  Beispielhaft seien genannt:

  • Hysterektomie / Gebärmutterentfernung
  • laparoskopische Myomentfernung
  • medikamentöse Behandlung
  • Uterusmyom-Embolisation (UFE / UAE)
    • minimal invasives Verfahren
    • Embolisation (“Verschluß”) der die Myome versorgenden Arterien
    • hierdurch Größenreduktion der Myome und
    • Besserung oder Beseitigung der Beschwerden


Bei der im Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie durchgeführten „Myomembolisation“ werden die Myome durch die Einschwemmung von kleinen Kunstpartikeln verödet. Weitere Details können Sie bitte in beiliegender Übersicht finden (zum Herunterladen bitte anklicken).


Gerne können Sie sich zur Untersuchung und/oder Besprechung bei uns vorstellen. Wir vereinbaren Termine mit Ihnen in der Frauenklinik sowie im radiologischen Institut. Im Rahmen unserer interdisziplinären Myomkonferenz, in der Radiologen und Gynäkologen vertreten sind, wird jede Indikation zur Behandlung nochmals individuell besprochen, sodass wir Ihnen dann die unserer Meinung  nach für Sie geeignete Therapie empfehlen können.

Kontakt

Sekretariat Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie (Prof. Dr. med. H. Strunk)

Silke Stadthaus
Tel.: 0212 547-2427
Fax: 0212 547-2428  
radiologie@klinikumsolingen.de

Sekretariat Klinik für Frauenheilkunde (Dr. med.  S. Hentsch)

Monika Richartz
Tel.: 0212 547-2371
Fax: 0212 547-2274
gynaekologie@klinikumsolingen.de