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Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie

Vorbereitung und Ablauf

Die verschiedenen Diagnose- und Behandlungsverfahren der Radiologie bedürfen bestimmter Vorbereitungen und Abläufe, um ein optimales Ergebnis der Untersuchung zu garantieren. Bitte beachten Sie deshalb die Hinweise für die folgenden Untersuchungen.

 

Kontrastmittel (KM) 
Röntgenkontrastmittel sind in den Körper eingebrachte Stoffe, die die Absorption von Röntgenstrahlen gegenüber dem umgebenden Gewebe erhöhen oder vermindern. Die Kontrastmittel (KM) lassen sich in zwei Gruppen einteilen: enterale und parenterale.

Die enteralen Kontrastmittel (Bariumsulfat oder Gastrografin) werden vor bzw. während der Untersuchung getrunken oder rektal eingeführt. Die parenteralen Kontrastmittel werden durch Einspritzen in eine Vene oder Arterie verabreicht. Andere Applikationsformen sind die intrathekale Gabe (Myelografie) und die direkte Gabe in einen Hohlraum (z. B. Harnblase) oder Gangsystem (z. B. Fisteldarstellung). 

In seltenen Fällen kann es zu Überempfindlichkeitsreaktion, wie z. B. Brechreiz, Juckreiz oder Hautausschlag nach der KM-Gabe kommen. Extrem selten sind schwere allergische Reaktionen wie Kreislaufkollaps oder Schock. Bei Patienten mit einer bekannten KM-Allergie und bei Risikopatienten wird eine spezielle antiallergische Vorbehandlung durchgeführt. Das muss der Arzt vor Kontrastmittelgabe wissen:

 

  • Haben Sie früher schon KM-Untersuchungen gehabt, und welche waren es?
  • Gab es Kontrastmittelreaktionen in der Vorgeschichte?
  • Leiden Sie unter eingeschränkter Nierenfunktion?
  • Liegt Asthma bronchiale vor?
  • Leiden Sie an Schilddrüsenerkrankungen?
  • Sind Sie schwer Herz- und Kreislauferkrankt?
  • Liegen Allergien vor?
  • Sind Sie Zuckerkrank? Wenn ja, welche Medikamente werden eingesetzt? 

 

Strahlenschutz
Im Gegensatz zur natürlichen Strahlenbelastung führt die medizinische Strahlenanwendung in der Regel nur zu einer Teilkörperbelastung, sodass die auf den ganzen Körper umgerechneten Dosen nur einen minimalen Bruchteil der schädlichen Dosis erreichen. Eine wesentliche Dosisersparnis wird z. B. durch eine minimale Durchleuchtungszeit erzielt.

Die Abschirmung der Geschlechtsorgane mit einer Bleiplatte sowie das Benutzen von speziellen Film-Folien-Systemen und Filtern (besonders bei Kindern) sind ebenfalls wichtige Punkte. Das medizinische Personal wird in regelmäßigen Zeitabständen belehrt und die Geräte einer regelmäßigen Wartung und laufenden Kontrollen unterworfen. Eine übertriebene Strahlenfurcht ist also unbegründet.