• Aufenthalt
  • Medizin
  • Karriere
  • Unternehmen

Klinik für Anästhesie, Operative Intensiv- und Palliativmedizin

Medizinische Vielfalt für alle Behandlungsoptionen

Patienten, die sich einer Operation unterziehen müssen, werden durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Klinik betreut, damit sie den Eingriff schmerz- und stressfrei hinter sich bringen können. Daneben gibt es auch schmerzhafte oder diagnostische Untersuchungen, die den Einsatz des Narkoseteams erfordern. Weiterhin stehen wir auch allen werdenden Müttern im Kreißsaal zur Verfügung, um entweder im Rahmen der normalen Entbindung mit Hilfe einer Epiduralanalgesie den Wehenschmerz zu lindern, oder wir betreuen Sie während der Kaiserschnittentbindung.

Viele Eingriffe können aber auch in sogenannter Regionalanästhesie erfolgen, bei der Körperteile durch Nervenblockaden, die in der Regel ultraschallgesteuert und damit sicher und treffgenau durchgeführt werden, wirksam ausgeschaltet werden. Das betreffende Körperteil ist dabei völlig schmerzunempfindlich, während Sie während der Operation etwas schlummern können.

Dies gilt auch für unsere jüngsten Patienten, denn wir haben große Erfahrung in der perioperativen Betreuung und Anästhesie von Säuglingen und Kleinkindern. Ab drei Jahren werden die Kinder mit unseren eigens für die Kinderanästhesie angeschafften I-Pads mit altersgerechten Spielen zur Narkoseeinleitung wirkungsvoll abgelenkt.

Ihre Behandlung beginnt mit dem Einchecken in der sogenannten Holding Area, wo vor Beginn der Anästhesie Ihre Personalien sowie alle Ihre Befunde und die geplante Operation dokumentiert werden. Danach werden Sie von einem Anästhesieteam, bestehend aus einer Anästhesistin oder einem Anästhesisten und einer Pflegekraft - in der Regel einer Fachpflegekraft für Anästhesie und Intensivmedizin – während der Narkose-Einleitung und OP sowie während der Narkose-Ausleitung betreut. Selbstverständlich werden Sie von diesem Team mit Hilfe von modernsten Monitoring während der gesamten Operationsdauer überwacht und anschließend von qualifiziertem Anästhesiepersonal im Aufwachraum weiter betreut. Da bei uns das Thema Patientensicherheit ganz groß geschrieben ist, werden während der gesamten Narkose und im Aufwachraum die wichtigsten Körperfunktionen überwacht, wie z.B. Herzfrequenz, Blutdruck und die Sauerstoffsättigung im Blut.

Auch eine kontinuierliche Wärmung unter der Narkose durch komfortable Warmluftdecken ist für uns selbstverständlich. Damit vermeiden wir Komplikationen wie die Wachheit während oder eine fortbestehende Muskelschwäche nach einer Narkose.

 

Operative Intensivstation
Umfangreiche Operationen erfordern nicht nur während des eigentlichen operativen Eingriffs besonderes anästhesiologisches Können. Auch postoperativ muss eine sorgfältige Überwachung, Betreuung und Therapie gewährleistet sein.

Unabhängig von der Art der Operation machen aber auch einige andere Faktoren unter Umständen eine intensivmedizinische Überwachung und Behandlung notwendig wie zum Beispiel ein hohes Lebensalter oder gravierende Vorerkrankungen. Auch während einer Operation auftretende Ereignisse wie zum Beispiel Herzrhythmusstörungen, schwere Kreislaufprobleme oder Störungen der Lungenfunktion können eine intensivmedizinische Überwachung oder Behandlung erforderlich machen. Patienten nach schweren Unfällen (Polytrauma) oder mit Hirnblutungen werden ebenfalls auf der Operativen Intensivstation behandelt.

2016 wurden insgesamt 1.900 Patientinnen und Patienten auf der Operativen Intensivstation überwacht und behandelt. Insgesamt stehen zwölf operative Intensivplätze rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr zur Verfügung. Auf der Station C01 werden zusätzlich vier sogenannte „Intermediate Care“-Betten für Patienten betrieben, die nicht beatmet, aber am Monitor überwacht werden müssen. An jedem Bettenplatz finden sich Überwachungseinheiten (Monitore), mit deren Hilfe die Herzfrequenz, arterielle und venöse Blutdrucke, die Sauerstoffsättigung im Blut und die Temperatur ermittelt werden können. Infusions- und Spritzenpumpen dienen der kontinuierlichen Gabe von Infusionslösungen oder Medikamenten. Viele Intensivpatienten benötigen eine Unterstützung ihrer Atmung und sind daher an ein Beatmungsgerät angeschlossen. Daneben kommen weitere Überwachungs-, Therapie- und Diagnoseverfahren zum Einsatz:

  • Zentraler Venenkatheter (ZVK) 
  • arterielle Blutdruckmessung 
  • PiCCO 
  • Blasenkatheter oder suprapubische Harnableitung (SPF) 
  • Nierenersatzverfahren (CVVH, Dialyse) 
  • invasive Beatmungstherapie
  • nicht-invasive Beatmungstherapien (Masken-CPAP, Helmatmung) 
  • Lagerungstherapie (Rotorest-Bett) 
  • Bronchoskopie 
  • Hirndruckmessung (ICP) und Liquordrainage 
  • EEG 
  • Dilatative Tracheotomie

Unsere Intensivstation ist rund um die Uhr mit einem in der Intensivmedizin äußerst erfahrenen Arzt- und Fachpflegepersonal besetzt. 

Chefarztvisiten: wochentags 8.30 bis 9.00 Uhr und 15.00 bis 15.30 Uhr

Interdisziplinäre Visiten: werktags 7.30 bis 8.00 Uhr und 15.30 bis 16.00 Uhr

 

Palliativmedizin
Die stationäre Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Tumorleiden, unheilbaren neurologischen und internistischen Erkrankungen im fortgeschrittenen Stadium ist Aufgabe der Palliativstation.Ein Schwerpunkt der Behandlung ist es, mit Medikamenten und anderen Methoden Beschwerden zu lindern. 

Zur Behandlung gehört auch die Betreuung rund um die Uhr sowie Beratung, Begleitung und psychische Unterstützung des Patienten und seiner Angehörigen und Begleitpersonen in allen Phasen der Erkrankung, auch nach dem stationären Aufenthalt sowie Hilfe bei der Trauerarbeit. 

Wir bieten Unterstützung für Hausärzte und niedergelassene Fachärzte insbesondere bei der speziellen Schmerztherapie und Symptomkontrolle an. 

Vermittlung von Kontakten zu Sozialstationen, ambulanten Pflegediensten, ehrenamtlichen Initiativen und anderen Institutionen zur Gewährleistung der erforderlichen Betreuung und Versorgung nach der Entlassung. 

Ziel der Behandlung ist es, eine möglichst hohe Lebensqualität zu schaffen oder zu erhalten, für die verbleibende, oft deutlich begrenzte Lebenszeit. Nach Möglichkeit soll die Entlassung in die vom Patienten gewünschte Umgebung erreicht werden.

Hierfür ist es sinnvoll, den Patienten über den aktuellen Stand des Tumorleidens oder der Erkrankung aufzuklären, damit ein angemessener Umgang aller Beteiligten mit der Situation ermöglicht wird.

Die Erfahrung, in allen Phasen der Erkrankung auch bis zum Tode symptomlindernd behandeln zu können, ermöglicht eine Begleitung unter Wahrung der Würde des Patienten.

 

Wir sind ein Team aus:

  • Fachärzten für Anästhesiologie mit Zusatzbezeichnung Palliativmedizin
  • Examiniertem Krankenpflegepersonal (Palliative Care Nurses)
  • Sozialarbeitern und Überleitungspflegekräften
  • Psychologen und Psychoonkologen
  • Seelsorgern
  • Krankengymnasten / Ergotherapeuten / Logopäden
  • Musiktherapeuten
  • Ehrenamtlichen Helfern

 

Die stationäre Aufnahme auf unsere Palliativstation erfolgt immer mit dem Einverständnis des Patienten. Anfragen sowohl zur Absprache eines geplanten Aufnahmetermins als auch zum Zweck einer telefonischen Beratung sind möglich durch:

  • den Patienten selbst 
  • Angehörige 
  • die/den behandelnde/n Arzt/Ärztin 
  • Sozialstation 
  • Seelsorge 
  • und andere Betroffene 

 

Unsere Räumlichkeiten:

  • 7 Einzelzimmer, davon 6 mit Blick zum Park
  • 6 Zimmer bieten direkten Zugang zur Terrasse
  • 1 separates Zimmer für Angehörige
  • alle Zimmer verfügen über ein eigenes Bad

 

Ein Wohnzimmer mit Sitzecke und Esstisch sowie eine Gemeinschaftsküche bieten unseren Patientinnen und Patienten und ihren Angehörigen ein gemütliches Ambiente. Angehörige, Freunde und andere den Patienten begleitende Menschen können sowohl in dem separaten Zimmer als auch in den Patientenzimmern selber übernachten.

Eine große Terrasse mit Blick in den Park steht Patienten und Angehörigen zur Verfügung und lädt zum Aufenthalt im Freien ein. Der Klinikpark geht direkt in den Botanischen Garten über.

 

Einzugsbereich
Es werden schwerpunktmäßig Patientinnen und Patienten aus Solingen und der näheren Umgebung betreut. Selbstverständlich nehmen wir auf Wunsch jedoch auch Patienten aus weiter entfernten Regionen auf.

Seit 2015 ist es für Solinger Patientinnen und Patienten möglich, durch das SAPV-Team Solingen nach dem Aufenthalt auf der Palliativstation zu Hause, z. T. von denselben Therapeuten, weiter betreut zu werden.. Dies bedeutet eine lückenlose Versorgung von Palliativpatienten in Solingen auf höchstem Niveau, wobei Menschlichkeit und Empathie eine wichtige Rolle spielen. Ist eine Weiterbehandlung zuhause nicht mehr möglich, kümmern wir uns um eine Aufnahme ins Hospiz, z. B. das Palliative Hospiz Solingen (PHoS) direkt neben dem Campus des Klinikums.

 

Kostenübernahme
Die Kosten für die Behandlung werden wie bei allen stationären Krankenhausaufenthalten von den Krankenkassen übernommen.

Wir unterstützen die Charta www.charta-fuer-sterbende.de 

 

Schmerztherapie
Nicht nur während der Operation, sondern auch in den ersten Stunden und Tagen danach ist es eine unserer wichtigsten Aufgaben, eine zufriedenstellende Behandlung postoperativer Schmerzen (Analgesie) zu organisieren bzw. das Auftreten starker Schmerzen bereits im Vorfeld zu verhindern. Um dieses Ziel zu erreichen gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten: Neben Tabletten, Zäpfchen und der intravenösen Einzelgabe von starken Schmerzmitteln (Opioiden) haben sich heute zunehmend andere Verfahren etabliert, die stärker auf das individuelle Schmerzempfinden zugeschnitten sind.

Hierzu gehören z. B. Medikamentenpumpen, die vom Patienten selbst innerhalb eines vorgegebenen Schemas aktiviert werden können, eine Medikamentenüberdosierung jedoch nicht zulassen PCA (Patient-controlled Analgesia).

Weitere Möglichkeiten bieten Katheter, die in die Nähe von Nerven bzw. Nervengeflechten ultraschallgesteuert eingebracht werden und über die kontinuierlich Lokalanästhetika/Opiate verabreicht werden, um eine Schmerzfreiheit zu erreichen. Bereits während der Operation wird der analgetische Effekt dieser Katheter genutzt. Auch diese Katheter sind mit Schmerzpumpen verbunden, die der Patient selbst mitsteuern kann.

In der Geburtshilfe kümmern wir uns um Frauen, die während der Geburt starke Schmerzen haben. Hier bieten wir neben der konventionellen Epiduralanästhesie auch die so genannte Walking Epidural an, eine Methode, die Schmerzfreiheit bei voller Bewegungsfreiheit ermöglicht. Hier wird eine automatische Schmerzpumpe an den Epiduralkatheter angeschlossen, die der Gebärenden Schmerzlinderung bei höchstem Bedienungskomfort bietet und sie so ganz in der Konzentration auf die Ankunft des Babies unterstützt.

 

Notarztsystem NEF
Der Rettungsdienst der Stadt Solingen ist für die Versorgung von über 160.000 Einwohnern zuständig. Neben dem eigentlichen Stadtgebiet unterliegen auch Teilabschnitte der Autobahnen A3, A4 und A46 dem Zuständigkeitsbereich der Solinger Berufsfeuerwehr. 

Um rund um die Uhr eine effektive Notfallversorgung zu gewährleisten stellen die drei Feuerwehrwachen und das Rote Kreuz insgesamt 7 Rettungswagen (RTW) zur Verfügung. Die zuständigen Notärzte sind im Städtischen Klinikum stationiert und werden bei Alarmierung durch ein separates Notarzteinsatzfahrzeug innerhalb weniger Minuten zum Einsatzort gebracht, wo sie auf einen Rettungswagen mit Besatzung treffen. Die Anästhesisten besetzen das 1. NEF und unterstützen tatkräftig den Unterricht und die praktische Ausbildung von Rettungskräften.

Das Städtische Klinikum Solingen nimmt seit dem 1. Januar 2012 für die Qualitätssicherung am Deutschen Reanimationsregister – German Resuscitation Registry (GRR)® der DGAI – teil.