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Zentrallabor

Vielfalt für präzise Diagnostik

Ein großer Teil der Diagnosen kommt unter Mitwirkung des Labors zustande. Die Erkennung einiger Erkrankungen wie z. B. AIDS basiert lange Zeit vor ihrem Ausbruch ausschließlich auf Laborbefunden. Aber auch bei der Vorbeugung und der Behandlung von Krankheiten hat das Labor eine wichtige Aufgabe.

Der Herzinfarkt ist in westlichen, industrialisierten Ländern die häufigste Ursache für Behandlungsbedürftigkeit und Tod. Das eigene Herzinfarkt-Risiko, das sich durch körperliche Aktivität und gesunde Ernährung beeinflussen lässt, können Sie unter www.CHD-Taskforce.de berechnen, wenn Sie einige Ihrer aktuellen Laborwerte zum Fettstoffwechsel, den Blutzucker und den Blutdruck kennen.

Wenn ein Infarkt tatsächlich passiert ist, ist es nicht immer möglich, ihn eindeutig und schnell nur auf Grund der Symptome und des EKG zu diagnostizieren. Hier können die Bestimmung der Herz-Enzyme und vor allem des Troponins - ein Eiweiß aus dem Herzmuskel - weiterhelfen.

Der Nachweis von Antikörpern gegen das menschliche Immunschwäche-Virus (HIV) und das Hepatitis C-Virus ist eine wichtige Funktion des medizinischen Labors bei der Suche nach Krankheitsursachen. Die Einführung einer neuen Methode (Virus-Genom-Nachweis mit Hilfe der Polymerase-Kettenreaktion (PCR)) hat erheblich mehr Sicherheit u.a. für die Empfänger von Blutkonserven gebracht.

Eine wichtige Messgröße zur Beurteilung des Erfolgs bei der Bekämpfung von entzündlichen Erkrankungen ist das C-reaktive Protein (CRP). Das CRP verringert die Bedeutung der früher sehr häufig bestimmten Blutkörperchen-Senkungsgeschwindigkeit, die bei rheumatischen Erkrankungen noch ihre Bedeutung hat. Die Bestimmung der CRP-Konzentration beim Gesunden in einem sehr niedrigen Bereich ist ein weiterer Mosaikstein bei der Abschätzung des Risikos, einen Herzinfarkt zu erleiden.

Es gibt seriöse Schätzungen, die besagen, dass es in Deutschland eine Million Menschen mit nicht erkanntem Diabetes mellitus Typ 2 gibt. Hier kann das Labor bei der Diagnosestellung durch die Messung des Blutzucker-Spiegels eine wichtige Hilfestellung leisten. Die Volkskrankheit Diabetes (Zuckerkrankheit) verursacht nach langer Erkrankungsdauer zuerst eine Schädigung von kleinen und später von größeren Blutgefäßen und ebenso der Organe, die durch sie versorgt werden. Daher ist es für Diabetiker sehr wichtig, den Blutzuckerspiegel gut zu kontrollieren. Eine hilfreiche Messgröße zur Einschätzung der durchschnittlichen Blutzucker-Einstellung in den zurückliegenden 1 bis 2 Monaten ist das HbA1c, für das es wegen seiner Bedeutung zahlreiche Bestimmungsmethoden gibt.

Es gibt Medikamente, die nur einen schmalen Bereich haben, in dem sie therapeutisch wirksam sind. Bei zu niedrigen Konzentrationen sind sie wirkungslos, bei zu hohen Konzentrationen sind sie toxisch. Daher kann die Medikamenten-Spiegelbestimmung im Labor bei der Therapiesteuerung sehr hilfreich sein. Bei einer massiven Überdosierung kann sie einen wichtigen Hinweis auf das richtige Vorgehen geben.