Urologische Tumore

Tumorbehandlung


Allgemeines

Urologische Tumoren gehören zu den häufigsten Tumorerkrankungen unserer Zeit. Eine Auswertung des Statistischen Bundesamtes belegt diese Tatsache.

 

Tumorerkrankungen Frauen und Männer

Tumorerkrankungen Frauen und Männer

 

Die Abteilung für Urologie und Kinderurologie des Städtischen Klinikum Solingen führt sämtliche operativen und medikamentösen Therapien der urologischen Geschwulsterkrankungen durch und beteiligt sich auch an der Interdisziplinären Tumorkonferenz im Hause. Die Ergebnisse der Tumorbehandlung werden in Datenbanken erfasst und einer laufenden Qualitätskontrolle unterzogen. Für mehr Informationen zu den einzelnen Geschwulstkrankheiten klicken Sie bitte auf den jeweiligen Tumor.

 

 

Harnblasenkarzinom

Harnblasentumore machen sich häufig durch das alleinige Vorhandensein von Blut im Urin bemerkbar, wobei Schmerzen typischer Weise fehlen. Deswegen muss jegliche Blutung aus der Blase weiter untersucht werden. Die Untersuchung besteht in der Durchführung einer Blasenspiegelung mit modernen biegsamen Spiegelungsinstrumenten sowie der Anfertigung eines Kontrastmittelröntgens der Nieren und der Harnleiter.

 

Endoskopisches Bild Blasentumor

Endoskopisches Bild Blasentumor

 

Kontrastmittelröntgen der Nieren (AUG) Kontrastmittelröntgen der Nieren (AUG) Kontrastmittelröntgen der Nieren (AUG) Kontrastmittelröntgen der Nieren (AUG)

Kontrastmittelröntgen der Nieren (AUG)

 

Sollte sich das Vorliegen eines Blasentumors bestätigen, so muss dieser mit einer Elektroschlinge in modernster bipolarer Technik, d.h. ohne Stromfluss über den Patientenkörper, abgetragen und zur Gewebsuntersuchung geschickt werden. Je nach Ergebnis der Gewebsuntersuchung entscheidet man über das weitere Vorgehen. Bei fortgeschrittenen Blasentumoren ist die Blasenentfernung notwendig, sowohl bei der Frau als auch beim Mann kann z.B. eine Ersatzblase aus Darm geformt werden, so dass eine Beutelversorgung zur Urinableitung nicht notwendig ist. Sämtliche Therapieformen der Blasentumorerkrankung werden in Solingen angeboten.

 

Prostatakarzinom

Als häufigste Krebsform des Mannes besitzt die Diagnostik und Behandlung des Prostatakarzinoms naturgemäß eine hohe Bedeutung in der Urologischen Abteilung des Städtischen Klinikum Solingen. Anlass für die weitere Untersuchung der Prostata ist entweder eine Erhöhung des PSA-Wertes oder aber ein auffälliger Tastbefund. Anhand vieler verschiedener Kriterien wird für jeden Patienten abgewogen, ob eine Probeentnahme wirklich notwendig ist.

 

Die Probenentnahme selbst wird in lokaler Betäubung durchgeführt, der am Haus ansässige Pathologe ist auf die Beurteilung der Proben spezialisiert. Sollte sich durch die Proben bestätigen, dass ein bösartiger Tumor vorliegt, so stehen viele verschiedene Verfahrensweisen zur Verfügung, die vom Abwarten bis zur vollständigen Entfernung der Prostata reichen. In der Urologischen Abteilung werden sämtliche Verfahren einschließlich sogenannter „Schlüssellochtechniken“ angeboten, die eine adäquate Therapie gewährleisten. Schon während der Operation werden sogenannte Schnellschnitte angefertigt, die gewährleisten, dass der Tumor auch wirklich komplett entfernt ist. Aufgrund der modernen Operationstechniken ist die Rate an Patienten, die nach der Operation noch Urin verlieren, äußerst gering geworden.

 

Nierenzellkarzinom

Geschwulsterkrankungen der Niere werden heutzutage recht früh entdeckt, da die Ultraschalluntersuchung im Rahmen von Vorsorgen häufig durchgeführt wird. Meistens sind es Zufallsbefunde, sie machen noch keine Beschwerden, auch hier kann aber das Vorhandensein von Blut im Urin ein erstes Alarmzeichen sein. In der urologischen Abteilung der SKS gGmbH werden nach Bestätigung des Vorliegens eines solchen Tumors entweder komplette Nierenentfernungen oder aber auch nur Teilentfernungen durchgeführt. Dabei kommen je nach Größe der Geschwulst entweder die offene Operation oder aber auch die Schlüssellochtechniken (Laparoskopie und Retroperitoneoskopie) zum Einsatz.

 

Nierenbecken- und Harnleiterkarzinom

Geschwulsterkrankungen, die das ableitende Hohlsystem wie Nierenbecken und Harnleiter betreffen, können ebenfalls in unserer Abteilung behandelt werden. Im Allgemeinen wird diese Geschwulsterkrankung durch eine endoskopische Schlüssellochtechnik (sog. Ureterorenoskopie) bewiesen und durch eine Komplettentfernung von Niere und Harnleiter einschließlich Einmündungsbereich des Harnleiters in die Blase behandelt. Bei einer Störung der Gesamtnierenfunktion kann eine Dialyse dadurch abgewendet werden, dass auch hier ein nierenerhaltendes Vorgehen gewählt wird.

 

Hodenkarzinom

Hodentumore stellen eine relativ häufige Erkrankung des jungen und mittleren Mannesalters dar. Bei leitliniengerechter Behandlung dieser Tumorart ist der Langzeitverlauf sehr gut, da eine Heilung in vielen Fällen möglich ist. Erster Schritt bei einem tastbaren Knoten im Hoden ist wieder der Ultraschall, der das Vorhandensein einer Geschwulst zeigt. Im Zweifelsfall ist die operative Freilegung des Hodens immer erforderlich mit Entnahme von Schnellschnitten. Intraoperativ wird entschieden, ob der Hoden entfernt werden muss. Im Falle eines Hodentumors entscheiden Umfelduntersuchungen wie die Computertomographie über die weitere Therapie, die entweder eine Bestrahlung oder eine Chemotherapie oder ein Abwarten umfassen kann. Auch für komplizierte Fälle mit bereits metastasierten Hodentumoren stehen am SKS Solingen geeignete Therapieverfahren zur Verfügung.

Kinderurologie

Kinderurologie


Aufgrund der Ausbildung bei dem ausgewiesenen Kinderurologen Prof. Dr. Ringert in Göttingen stellen kinderurologische Krankheitsbilder einen wichtigen Schwerpunkt der Abteilung dar.

 

Phimose

Die echte Vorhautenge (Phimose) ist eine relativ seltene Erkrankung. Unbehandelt leidet nur 1 % der Knaben im 15. Lebensjahr unter einer echten Phimose. Viel häufiger findet sich eine fehlende Lösung von innerem und äußerem Vorhautblatt (Synechie), die eine Vorhautenge vortäuscht. Diese Vorhautsynechie ist physiologisch und löst sich mit zunehmendem Alter. Dieser Prozess kann durch das Auftragen von Cortison-Salbe (0,1% Betnesol) beschleunigt werden. Die Indikation zur Operation ergibt sich, wenn Vorhautentzündungen (Balanitis) aufgetreten sind relativ, wenn nach dem 3. Lebensjahr und nach Betnesol-Therapie keine Vorhautlösung eingetreten ist. Bei der Operation kann die Vorhaut komplett entfernt werden (komplette Zirkumzision). Soll die Vorhaut erhalten werden, gibt es andere Möglichkeiten. Die Operation wird als ambulanter Eingriff in der operativen Tagesklinik durchgeführt.

 

Hypospadie und andere Penisfehlbildungen

Die Hypospadie ist mit 3 bei 1000 Kindern die häufigste Fehlbildung des Penis. Zur plastischen Rekonstruktion stehen unterschiedliche Operationsverfahren zur Verfügung. An der Klinik für Urologie und Kinderurologie werden alle Operationsverfahren der Harnröhrenchirurgie wie OP nach Snodgrass, onlay-Plastiken und die Mundschleimhautplastik angeboten.

 

Hodenhochstand

Der Hoden wandert während der Schwangerschaft aus dem hinteren Bauchraum durch den Leistenkanal in den Hodensack (Descensus testis). Nicht in allen Fällen tritt dieses Tiefertreten ein. So haben 30 % der Frühgeborenen, 3 % der Neugeborenen und 1 % der 6 Monate alten Kinder einen Hodenhochstand. Nach dem 6. Monat ist ein spontanes Tiefertreten des Hoden nicht mehr zu erwarten. Je nach Lage unterscheidet man:

 

  • Bauchhoden
    Hoden liegt hoch im Bauchraum, nur durch Bauchspiegelung (Laparoskopie) beweisbar.
  • Leistenhoden
    Hoden liegt im Leistenkanal, durch Tasten feststellbar.
  • Gleithoden
    Hoden liegt im Leistenkanal und kann kurzfristig in den Hodensack gezogen werden, bleibt dort aber nicht liegen
  • Pendelhoden
    Hoden liegt häufig im Leistenkanal, kann aber in den Hodensack gezogen werden und bleibt dort auch liegen.

 

Durch Hormongabe (GnRH-Nasenspray, HCG-Injektionen) kann versucht werden, bei Hodenhochstand ein Tiefertreten des Hodens zu erreichen. Dies ist aber nur in 10 – 20 % der Fälle erfolgreich. Wird die Operation notwendig, so wird der Hoden im Leistenkanal aufgesucht, vom umgebenden Gewebe befreit (Orchidofunikulolyse), in den Hodensack verlagert und dort festgenäht (Orchidopexie).

 

Ist der Hoden präoperativ nicht tastbar, so ist die Bauchspiegelung (Laparoskopie) indiziert, mit der ein Bauchhoden bewiesen werden kann.

 

Laparoskopische Bilder Laparoskopische Bilder

Laparoskopische Bilder

 

Liegt der Hoden nicht ordnungsgemäß im Hodensack, so treten Hodenschäden auf, die die spätere Zeugungsfähigkeit beeinflussen. Erste Veränderungen lassen sich histologisch bereits nach dem 1. Lebensjahr nachweisen. Damit sollte die Therapie eines Hodenhochstandes bis zum Ende des 1. Lebensjahres abgeschlossen sein. Das bedeutet andererseits, dass die Hormontherapie bereits zum Ende des 6. Lebensmonats eingeleitet werden muss.

 

An der Klinik für Urologie und Kinderurologie führen wir alle operative Verfahren bei Hodenhochstand durch, inklusive der Laparoskopie bei Kryptorchismus und dem zweizeitigen Fowler-Stevens-Verfahren bei intraperitonealer Hodenlage (Bauchhoden).

 

Vesikorenaler Reflux

Normalerweise kann Urin nicht mehr aus der Harnblase in die Nieren zurückfließen. Dieser Verschlussmechanismus kann durch angeborene oder erworbene Veränderungen an der Einmündungsstelle der Harnleiter in die Harnblase (vesikoureteraler Übergang) gestört sein. Es kommt dann zum Hochsteigen von Urin aus der Harnblase in die Nieren (vesikorenaler Reflux). In Kombination mit Harnwegsentzündungen führt der vesikorenale Reflux zur Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis) mit der nachfolgenden Ausbildung von Nierennarben und Nierenfunktionsschäden. Abhängig vom Refluxgrad kann ein vesikorenaler Reflux durch Reifungsprozesse mit Größenzunahme der Harnblase ausheilen (Refluxmaturation). Durch eine konsequente Gabe von Antibiotika in niedriger Dosierung (low-dose-Antibiotikaprophylaxe) können in dieser Reifungsphase fieberhafte Pyelonephritiden und damit die Entstehung von Nierennarben vermieden werden. Kommt es nicht zur Ausheilung des vesikorenalen Refluxes oder treten unter der low-dose-Antibiotikaprophylaxe weiterhin Harnwegsinfekte auf, so sind operative Maßnahmen indiziert.

 

Endoskopische Refluxkorrektur

Bei niedrigem Refluxgrad (bis Reflux III°) kann durch Unterspritzung der Harnleitermündung mit Zuckerkristallen (Dextranomere = Deflux®) eine Heilung des vesikorenalen Refluxes erreicht werden. Die Heilungsraten betragen 70 – 90 %.

 

Unterspritzung der Harnleiteröffnung endoskopisch mit Dextranomeren (Deflux®)

Unterspritzung der Harnleiteröffnung endoskopisch mit Dextranomeren (Deflux®)

 

Bei höhergradigem Reflux oder bei Versagen der endoskopischen Refluxkorrektur sind offen-operative Verfahren wie die OP nach Lich-Gregoir oder eine Harnleiterneueinpflanzung (Psoas-Hitch-Plastik, OP nach Cohen) indiziert, mit denen der vesikorenale Reflux mit einer Wahrscheinlichkeit von ca. 95 % behoben werden kann.

 

An der Klinik für Urologie und Kinderurologie führen wir bei Verdacht auf einen vesikorenalen Reflux die Diagnostik mittels radiologischem Miktionscysturethrogramm (MCU) durch. Kontrolluntersuchungen in der Verlaufsbeobachtung können auch durch nuklearmedizinische Methoden (Isotopen-MCU) erfolgen.

 

Aufweitung des fetalen Nierenbeckenkelchsystems beim MCU

Aufweitung des fetalen Nierenbeckenkelchsystems beim MCU

 

Ist die Entscheidung zur Operation gefallen, so bieten wir bei geringgradigem Reflux die endoskopische Deflux®-Unterspritzung, bei höheren Refluxgraden die offen-operative Therapie an.

 

Harnleiterabgangsengen und Megaureter

Harnleiterabgangesengen und obstruktive Megaureteren führen zu einer Harnabflussstörung aus der Niere und damit mittelfristig zu Nierenfunktionsstörungen. Die Diagnose wird heute häufig bereits vor der Geburt bei den sonographischen Kontrollen während der Schwangerschaft oder nach der Geburt bei den Vorsorgeuntersuchungen der Kinder gestellt.

 

Nach sonographischer Feststellung einer Nierenaufweitung erfolgt eine weitere Diagnostik mittels nuklearmedizinischer Untersuchungsverfahren (MAG-3-Clearance). Dies ist notwenig, da nicht jede sonographisch sichtbare Aufweitung des kindlichen Harntraktes mit einer signifikanten Harnabflussstörung einhergehen muss. Ist die Harnabflussstörung bewiesen, so erfolgt die operative Korrektur des Harnleiterabgangs (Nierenbeckenplastik) oder der Harnleitereinmündungsstelle (Harnleiterneueinpflanzung).

 

Neurogene Blasenfunktionsstörungen

Unter einer neurogenen Blasenfunktionsstörung versteht man Störungen der Urinspeicherung und der Urinentleerung aus der Harnblase aufgrund von angeborenen oder erworbenen Nervenstörungen (z.B. bei Meningomyelocele = Spina bifida). Diese Blasenfunktionsstörungen führen unbehandelt zu Nierenfunktionsstörungen und letztlich zur Niereninsuffizienz. Die Therapie der neurogenen Blasenentleerungsstörung richtet sich nach dem Muster der neurogenen Störung und kann folgende therapeutische Schritte umfassen:

 

  • Sauberer intermittierender Einmalkatheterismus bei Restharnbildung
  • Medikamentöse Blasendämpfung bei überaktiver Blase mit unwillkürlichem Harnverlust
  • Intravesikale Botulinum-Injektion bei medikamentös nicht beherrschbarer überaktiver Blase
  • Operative Blasenvergrößerungsplastik oder Blasenersatzplastik bei konservativ nicht beherrschbaren Störungen

 

Die Therapieplanung bedarf der engen Kooperation aller beteiligten Fachdisziplinen, insbesondere von Kinderheilkunde, Neurochirurgie, Orthopädie und Urologie.

 

Enuresis

Kinder erlernen im Laufe der ersten Lebensjahre die Kontrolle über die ihre Blasenfunktion. Mit 5 Jahren sind ca. 85 % der Kinder tags und nachts trocken. Nässt ein Kind nach diesem Zeitraum noch regelmäßig ein, so spricht man von Enuresis oder kindlicher Harninkontinenz, die aber hinsichtlich der Symptomatik streng getrennt werden müssen.

 

Enuresis bedeutet mehr als 3 x Einnässen in der Nacht pro Monat. Das Einnässen tritt nur nachts auf, tagsüber bestehen keine Symptome. Bei einer reinen Enuresis kann man davon ausgehen, dass pro Jahr 15 % der betroffenen Kinder spontan trocken werden. Der Prozess des Trockenwerdens kann durch eine Klingelhose unterstützt werden. Durch die Gabe von antidiuretischem Hormon (Minirin®, Nocutil®) kann in einem hohen Maße ein Sistieren der Enuresis erreicht werden.

 

Bei der kindlichen Harninkontinenz bestehen neben dem nächtlichen Einnässen noch weitere Symptome der funktionellen Blasentleerungsstörung wie häufige Miktionen, Restharnbildung oder Harnwegsinfekte. Hier kann durch ein Verhaltenstraining (Blasentraining) eine Besserung der funktionellen Blasenentleerungsstörung mit Besserung der Symptome erreicht werden. Zusätzlich können bei häufigem Harndrang Medikamente zur Blasendämpfung (Anticholinergika) und bei Harnwegsinfekten eine antibiotische Langzeitprophylaxe nötig werden.

Leistungsspektrum

Tumorbehandlung


Allgemeines

Urologische Tumoren gehören zu den häufigsten Tumorerkrankungen unserer Zeit. Eine Auswertung des Statistischen Bundesamtes belegt diese Tatsache.

 

Tumorerkrankungen Frauen und Männer

Tumorerkrankungen Frauen und Männer

 

Die Abteilung für Urologie und Kinderurologie des Städtischen Klinikum Solingen führt sämtliche operativen und medikamentösen Therapien der urologischen Geschwulsterkrankungen durch und beteiligt sich auch an der Interdisziplinären Tumorkonferenz im Hause. Die Ergebnisse der Tumorbehandlung werden in Datenbanken erfasst und einer laufenden Qualitätskontrolle unterzogen. Für mehr Informationen zu den einzelnen Geschwulstkrankheiten klicken Sie bitte auf den jeweiligen Tumor.

 

 

Harnblasenkarzinom

Harnblasentumore machen sich häufig durch das alleinige Vorhandensein von Blut im Urin bemerkbar, wobei Schmerzen typischer Weise fehlen. Deswegen muss jegliche Blutung aus der Blase weiter untersucht werden. Die Untersuchung besteht in der Durchführung einer Blasenspiegelung mit modernen biegsamen Spiegelungsinstrumenten sowie der Anfertigung eines Kontrastmittelröntgens der Nieren und der Harnleiter.

 

Endoskopisches Bild Blasentumor

Endoskopisches Bild Blasentumor

 

Kontrastmittelröntgen der Nieren (AUG) Kontrastmittelröntgen der Nieren (AUG) Kontrastmittelröntgen der Nieren (AUG) Kontrastmittelröntgen der Nieren (AUG)

Kontrastmittelröntgen der Nieren (AUG)

 

Sollte sich das Vorliegen eines Blasentumors bestätigen, so muss dieser mit einer Elektroschlinge in modernster bipolarer Technik, d.h. ohne Stromfluss über den Patientenkörper, abgetragen und zur Gewebsuntersuchung geschickt werden. Je nach Ergebnis der Gewebsuntersuchung entscheidet man über das weitere Vorgehen. Bei fortgeschrittenen Blasentumoren ist die Blasenentfernung notwendig, sowohl bei der Frau als auch beim Mann kann z.B. eine Ersatzblase aus Darm geformt werden, so dass eine Beutelversorgung zur Urinableitung nicht notwendig ist. Sämtliche Therapieformen der Blasentumorerkrankung werden in Solingen angeboten.

 

Prostatakarzinom

Als häufigste Krebsform des Mannes besitzt die Diagnostik und Behandlung des Prostatakarzinoms naturgemäß eine hohe Bedeutung in der Urologischen Abteilung des Städtischen Klinikum Solingen. Anlass für die weitere Untersuchung der Prostata ist entweder eine Erhöhung des PSA-Wertes oder aber ein auffälliger Tastbefund. Anhand vieler verschiedener Kriterien wird für jeden Patienten abgewogen, ob eine Probeentnahme wirklich notwendig ist.

 

Die Probenentnahme selbst wird in lokaler Betäubung durchgeführt, der am Haus ansässige Pathologe ist auf die Beurteilung der Proben spezialisiert. Sollte sich durch die Proben bestätigen, dass ein bösartiger Tumor vorliegt, so stehen viele verschiedene Verfahrensweisen zur Verfügung, die vom Abwarten bis zur vollständigen Entfernung der Prostata reichen. In der Urologischen Abteilung werden sämtliche Verfahren einschließlich sogenannter „Schlüssellochtechniken“ angeboten, die eine adäquate Therapie gewährleisten. Schon während der Operation werden sogenannte Schnellschnitte angefertigt, die gewährleisten, dass der Tumor auch wirklich komplett entfernt ist. Aufgrund der modernen Operationstechniken ist die Rate an Patienten, die nach der Operation noch Urin verlieren, äußerst gering geworden.

 

Nierenzellkarzinom

Geschwulsterkrankungen der Niere werden heutzutage recht früh entdeckt, da die Ultraschalluntersuchung im Rahmen von Vorsorgen häufig durchgeführt wird. Meistens sind es Zufallsbefunde, sie machen noch keine Beschwerden, auch hier kann aber das Vorhandensein von Blut im Urin ein erstes Alarmzeichen sein. In der urologischen Abteilung der SKS gGmbH werden nach Bestätigung des Vorliegens eines solchen Tumors entweder komplette Nierenentfernungen oder aber auch nur Teilentfernungen durchgeführt. Dabei kommen je nach Größe der Geschwulst entweder die offene Operation oder aber auch die Schlüssellochtechniken (Laparoskopie und Retroperitoneoskopie) zum Einsatz.

 

Nierenbecken- und Harnleiterkarzinom

Geschwulsterkrankungen, die das ableitende Hohlsystem wie Nierenbecken und Harnleiter betreffen, können ebenfalls in unserer Abteilung behandelt werden. Im Allgemeinen wird diese Geschwulsterkrankung durch eine endoskopische Schlüssellochtechnik (sog. Ureterorenoskopie) bewiesen und durch eine Komplettentfernung von Niere und Harnleiter einschließlich Einmündungsbereich des Harnleiters in die Blase behandelt. Bei einer Störung der Gesamtnierenfunktion kann eine Dialyse dadurch abgewendet werden, dass auch hier ein nierenerhaltendes Vorgehen gewählt wird.

 

Hodenkarzinom

Hodentumore stellen eine relativ häufige Erkrankung des jungen und mittleren Mannesalters dar. Bei leitliniengerechter Behandlung dieser Tumorart ist der Langzeitverlauf sehr gut, da eine Heilung in vielen Fällen möglich ist. Erster Schritt bei einem tastbaren Knoten im Hoden ist wieder der Ultraschall, der das Vorhandensein einer Geschwulst zeigt. Im Zweifelsfall ist die operative Freilegung des Hodens immer erforderlich mit Entnahme von Schnellschnitten. Intraoperativ wird entschieden, ob der Hoden entfernt werden muss. Im Falle eines Hodentumors entscheiden Umfelduntersuchungen wie die Computertomographie über die weitere Therapie, die entweder eine Bestrahlung oder eine Chemotherapie oder ein Abwarten umfassen kann. Auch für komplizierte Fälle mit bereits metastasierten Hodentumoren stehen am SKS Solingen geeignete Therapieverfahren zur Verfügung.

 

Kinderurologie


Aufgrund der Ausbildung bei dem ausgewiesenen Kinderurologen Prof. Dr. Ringert in Göttingen stellen kinderurologische Krankheitsbilder einen wichtigen Schwerpunkt der Abteilung dar.

 

Phimose

Die echte Vorhautenge (Phimose) ist eine relativ seltene Erkrankung. Unbehandelt leidet nur 1 % der Knaben im 15. Lebensjahr unter einer echten Phimose. Viel häufiger findet sich eine fehlende Lösung von innerem und äußerem Vorhautblatt (Synechie), die eine Vorhautenge vortäuscht. Diese Vorhautsynechie ist physiologisch und löst sich mit zunehmendem Alter. Dieser Prozess kann durch das Auftragen von Cortison-Salbe (0,1% Betnesol) beschleunigt werden. Die Indikation zur Operation ergibt sich, wenn Vorhautentzündungen (Balanitis) aufgetreten sind relativ, wenn nach dem 3. Lebensjahr und nach Betnesol-Therapie keine Vorhautlösung eingetreten ist. Bei der Operation kann die Vorhaut komplett entfernt werden (komplette Zirkumzision). Soll die Vorhaut erhalten werden, gibt es andere Möglichkeiten. Die Operation wird als ambulanter Eingriff in der operativen Tagesklinik durchgeführt.

 

Hypospadie und andere Penisfehlbildungen

Die Hypospadie ist mit 3 bei 1000 Kindern die häufigste Fehlbildung des Penis. Zur plastischen Rekonstruktion stehen unterschiedliche Operationsverfahren zur Verfügung. An der Klinik für Urologie und Kinderurologie werden alle Operationsverfahren der Harnröhrenchirurgie wie OP nach Snodgrass, onlay-Plastiken und die Mundschleimhautplastik angeboten.

 

Hodenhochstand

Der Hoden wandert während der Schwangerschaft aus dem hinteren Bauchraum durch den Leistenkanal in den Hodensack (Descensus testis). Nicht in allen Fällen tritt dieses Tiefertreten ein. So haben 30 % der Frühgeborenen, 3 % der Neugeborenen und 1 % der 6 Monate alten Kinder einen Hodenhochstand. Nach dem 6. Monat ist ein spontanes Tiefertreten des Hoden nicht mehr zu erwarten. Je nach Lage unterscheidet man:

 

  • Bauchhoden
    Hoden liegt hoch im Bauchraum, nur durch Bauchspiegelung (Laparoskopie) beweisbar.
  • Leistenhoden
    Hoden liegt im Leistenkanal, durch Tasten feststellbar.
  • Gleithoden
    Hoden liegt im Leistenkanal und kann kurzfristig in den Hodensack gezogen werden, bleibt dort aber nicht liegen
  • Pendelhoden
    Hoden liegt häufig im Leistenkanal, kann aber in den Hodensack gezogen werden und bleibt dort auch liegen.

 

Durch Hormongabe (GnRH-Nasenspray, HCG-Injektionen) kann versucht werden, bei Hodenhochstand ein Tiefertreten des Hodens zu erreichen. Dies ist aber nur in 10 – 20 % der Fälle erfolgreich. Wird die Operation notwendig, so wird der Hoden im Leistenkanal aufgesucht, vom umgebenden Gewebe befreit (Orchidofunikulolyse), in den Hodensack verlagert und dort festgenäht (Orchidopexie).

 

Ist der Hoden präoperativ nicht tastbar, so ist die Bauchspiegelung (Laparoskopie) indiziert, mit der ein Bauchhoden bewiesen werden kann.

 

Laparoskopische Bilder Laparoskopische Bilder

Laparoskopische Bilder

 

Liegt der Hoden nicht ordnungsgemäß im Hodensack, so treten Hodenschäden auf, die die spätere Zeugungsfähigkeit beeinflussen. Erste Veränderungen lassen sich histologisch bereits nach dem 1. Lebensjahr nachweisen. Damit sollte die Therapie eines Hodenhochstandes bis zum Ende des 1. Lebensjahres abgeschlossen sein. Das bedeutet andererseits, dass die Hormontherapie bereits zum Ende des 6. Lebensmonats eingeleitet werden muss.

 

An der Klinik für Urologie und Kinderurologie führen wir alle operative Verfahren bei Hodenhochstand durch, inklusive der Laparoskopie bei Kryptorchismus und dem zweizeitigen Fowler-Stevens-Verfahren bei intraperitonealer Hodenlage (Bauchhoden).

 

Vesikorenaler Reflux

Normalerweise kann Urin nicht mehr aus der Harnblase in die Nieren zurückfließen. Dieser Verschlussmechanismus kann durch angeborene oder erworbene Veränderungen an der Einmündungsstelle der Harnleiter in die Harnblase (vesikoureteraler Übergang) gestört sein. Es kommt dann zum Hochsteigen von Urin aus der Harnblase in die Nieren (vesikorenaler Reflux). In Kombination mit Harnwegsentzündungen führt der vesikorenale Reflux zur Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis) mit der nachfolgenden Ausbildung von Nierennarben und Nierenfunktionsschäden. Abhängig vom Refluxgrad kann ein vesikorenaler Reflux durch Reifungsprozesse mit Größenzunahme der Harnblase ausheilen (Refluxmaturation). Durch eine konsequente Gabe von Antibiotika in niedriger Dosierung (low-dose-Antibiotikaprophylaxe) können in dieser Reifungsphase fieberhafte Pyelonephritiden und damit die Entstehung von Nierennarben vermieden werden. Kommt es nicht zur Ausheilung des vesikorenalen Refluxes oder treten unter der low-dose-Antibiotikaprophylaxe weiterhin Harnwegsinfekte auf, so sind operative Maßnahmen indiziert.

 

Endoskopische Refluxkorrektur

Bei niedrigem Refluxgrad (bis Reflux III°) kann durch Unterspritzung der Harnleitermündung mit Zuckerkristallen (Dextranomere = Deflux®) eine Heilung des vesikorenalen Refluxes erreicht werden. Die Heilungsraten betragen 70 – 90 %.

 

Unterspritzung der Harnleiteröffnung endoskopisch mit Dextranomeren (Deflux®)

Unterspritzung der Harnleiteröffnung endoskopisch mit Dextranomeren (Deflux®)

 

Bei höhergradigem Reflux oder bei Versagen der endoskopischen Refluxkorrektur sind offen-operative Verfahren wie die OP nach Lich-Gregoir oder eine Harnleiterneueinpflanzung (Psoas-Hitch-Plastik, OP nach Cohen) indiziert, mit denen der vesikorenale Reflux mit einer Wahrscheinlichkeit von ca. 95 % behoben werden kann.

 

An der Klinik für Urologie und Kinderurologie führen wir bei Verdacht auf einen vesikorenalen Reflux die Diagnostik mittels radiologischem Miktionscysturethrogramm (MCU) durch. Kontrolluntersuchungen in der Verlaufsbeobachtung können auch durch nuklearmedizinische Methoden (Isotopen-MCU) erfolgen.

 

Aufweitung des fetalen Nierenbeckenkelchsystems beim MCU

Aufweitung des fetalen Nierenbeckenkelchsystems beim MCU

 

Ist die Entscheidung zur Operation gefallen, so bieten wir bei geringgradigem Reflux die endoskopische Deflux®-Unterspritzung, bei höheren Refluxgraden die offen-operative Therapie an.

 

Harnleiterabgangsengen und Megaureter

Harnleiterabgangesengen und obstruktive Megaureteren führen zu einer Harnabflussstörung aus der Niere und damit mittelfristig zu Nierenfunktionsstörungen. Die Diagnose wird heute häufig bereits vor der Geburt bei den sonographischen Kontrollen während der Schwangerschaft oder nach der Geburt bei den Vorsorgeuntersuchungen der Kinder gestellt.

 

Nach sonographischer Feststellung einer Nierenaufweitung erfolgt eine weitere Diagnostik mittels nuklearmedizinischer Untersuchungsverfahren (MAG-3-Clearance). Dies ist notwenig, da nicht jede sonographisch sichtbare Aufweitung des kindlichen Harntraktes mit einer signifikanten Harnabflussstörung einhergehen muss. Ist die Harnabflussstörung bewiesen, so erfolgt die operative Korrektur des Harnleiterabgangs (Nierenbeckenplastik) oder der Harnleitereinmündungsstelle (Harnleiterneueinpflanzung).

 

Neurogene Blasenfunktionsstörungen

Unter einer neurogenen Blasenfunktionsstörung versteht man Störungen der Urinspeicherung und der Urinentleerung aus der Harnblase aufgrund von angeborenen oder erworbenen Nervenstörungen (z.B. bei Meningomyelocele = Spina bifida). Diese Blasenfunktionsstörungen führen unbehandelt zu Nierenfunktionsstörungen und letztlich zur Niereninsuffizienz. Die Therapie der neurogenen Blasenentleerungsstörung richtet sich nach dem Muster der neurogenen Störung und kann folgende therapeutische Schritte umfassen:

 

  • Sauberer intermittierender Einmalkatheterismus bei Restharnbildung
  • Medikamentöse Blasendämpfung bei überaktiver Blase mit unwillkürlichem Harnverlust
  • Intravesikale Botulinum-Injektion bei medikamentös nicht beherrschbarer überaktiver Blase
  • Operative Blasenvergrößerungsplastik oder Blasenersatzplastik bei konservativ nicht beherrschbaren Störungen

 

Die Therapieplanung bedarf der engen Kooperation aller beteiligten Fachdisziplinen, insbesondere von Kinderheilkunde, Neurochirurgie, Orthopädie und Urologie.

 

Enuresis

Kinder erlernen im Laufe der ersten Lebensjahre die Kontrolle über die ihre Blasenfunktion. Mit 5 Jahren sind ca. 85 % der Kinder tags und nachts trocken. Nässt ein Kind nach diesem Zeitraum noch regelmäßig ein, so spricht man von Enuresis oder kindlicher Harninkontinenz, die aber hinsichtlich der Symptomatik streng getrennt werden müssen.

 

Enuresis bedeutet mehr als 3 x Einnässen in der Nacht pro Monat. Das Einnässen tritt nur nachts auf, tagsüber bestehen keine Symptome. Bei einer reinen Enuresis kann man davon ausgehen, dass pro Jahr 15 % der betroffenen Kinder spontan trocken werden. Der Prozess des Trockenwerdens kann durch eine Klingelhose unterstützt werden. Durch die Gabe von antidiuretischem Hormon (Minirin®, Nocutil®) kann in einem hohen Maße ein Sistieren der Enuresis erreicht werden.

 

Bei der kindlichen Harninkontinenz bestehen neben dem nächtlichen Einnässen noch weitere Symptome der funktionellen Blasentleerungsstörung wie häufige Miktionen, Restharnbildung oder Harnwegsinfekte. Hier kann durch ein Verhaltenstraining (Blasentraining) eine Besserung der funktionellen Blasenentleerungsstörung mit Besserung der Symptome erreicht werden. Zusätzlich können bei häufigem Harndrang Medikamente zur Blasendämpfung (Anticholinergika) und bei Harnwegsinfekten eine antibiotische Langzeitprophylaxe nötig werden.

 

Mikrochirurgie

 

Seit Jahren werden in der Urologischen Abteilung des SKS mikrochirurgische Eingriffe unter Zuhilfenahme eines modernen Operationsmikroskops durchgeführt. Schwerpunkte sind dabei die Wiederherstellung der Fruchtbarkeit beim Mann nach stattgehabter Durchtrennung der Samenleiter und die Behandlung von Krampfadern am Hodensack, der sog. Varikozele.

 

Steintherapie


Sämtliche Verfahren der modernen Harnsteintherapie werden in der Urologischen Abteilung des SKS vorgehalten.

 

Steinzertrümmerung von außen (ESWL)

Dieses Verfahren eignet sich im Wesentlichen für die Behandlung von kleineren Nierenbecken- und Kelchsteinen und wird mit unserem modernen Lithotripter mit integrierter Röntgenanlage durchgeführt. Behandlungen sind hier jeden Tag möglich.

 

ESWL

ESWL

Harnleiterspiegelung zur Steinzertrümmerung, ggf. mit Laser (URS)

Eine schnelle Steinfreiheit lässt sich mit der Harnleiterspiegelung mit und ohne Laserzertrümmerung des Steins erzielen. Dabei stehen uns feine Instrumente wie Fangkörbchen und Miniaturzangen zur Verfügung, mit denen der Stein als Ganzes entfernt wird. Ist er zu groß, wird er zunächst mit einem modernen Holmium-Laser zerschossen und dann die Fragmente komplett geborgen. Mit dieser Technik ist auch eine Entfernung von Steinen im Nierenbecken oder in den Nierenkelchen möglich.

 

Flexible URS

 

Flexible URS Flexible URS

Flexible URS

 

Starre URS

 

Starre URS

Starre URS

 

Ureterstein Steinfangkörbchen Ureterstein Steinfangkörbchen

Ureterstein Steinfangkörbchen

 

Endoskopisches Bild einer Steinentfernung im Nierenbecken Endoskopisches Bild einer Steinentfernung im Nierenbecken

Endoskopisches Bild einer Steinentfernung im Nierenbecken

 

Harninkontinenz


Die Behandlung des unfreiwilligen Urinverlusts (Harninkontinenz) bei Mann und Frau wird im SKS durchgeführt. Dabei umfasst die Behandlung zunächst eine eingehende Untersuchung des Patienten einschließlich Blasendruckmessung. Insbesondere bei der sog. Belastungsinkontinenz stehen uns vielfältige Techniken wie die Implantation von Bändern zur Verfügung (TOT, TVT), um die Lebensqualität der Patienten zu verbessern. Ein Schwerpunkt der Abteilung ist die Behandlung der Inkontinenz des Mannes nach größeren Beckenoperationen wie der radikalen Prostataentfernung. Obwohl insgesamt selten, hat die Klinik aufgrund ihrer Erfahrung hier bereits überregionale Bedeutung und führt Lehrgänge zur Anleitung noch unerfahrener Operateure in der Implantation von sog. Schlingensystemen durch. Bei der Dranginkontinenz stehen auch innovative Verfahren die Behandlung des überaktiven Blasenmuskels durch die Injektion von Botulinumtoxin A zur Verfügung.

 

Schlingensystem Schlingensystem Schlingensystem

Schlingensystem 

 

Therapie der gutartigen Prostatavergrößerung

Die Therapie der gutartigen Prostatavergrößerung mit Harnstrahlabschwächung, nächtlichem Harndrang und Restharngefühl hat sich in den letzten Jahren zu einem schonenden und blutungsarmen Vorgehen gewandelt. Am SKS werden modernste Techniken wie die „bipolare Resektion“ vorgehalten, bei der der Strom nicht mehr durch den Patienten fließt, wie es früher der Fall war. Durch Verwendung gewebeverträglicher Kochsalzlösung entfallen Komplikationen, wie sie vor einigen Jahren noch häufig waren. Der Abteilungsleiter hat außerdem bereits große Erfahrung mit dem sog. Greenlight-Laser, der eine völlig blutungslose Behandlung der gutartigen Prostatvergrößerung gewährleistet, selbst ohne Absetzen blutverdünnender Medikamente wie Acetylsalicylsäure oder Marcumar.

 

Resektoskop bipolar

Resektoskop bipolar

 

Lasersonde im Cystoskop zur Prostataverkleinerung

Lasersonde im Cystoskop zur Prostataverkleinerung

Tumorerkrankungen Frauen und Männer

News

  • Die Urologie ist erfolgreich rezertifiziert worden. Der TÜV Süd hat die Behandlungsqualität der Urologie durch Vergabe des Qualitätssiegels erneut gewürdigt.
  • Hochauflösende Endoskopie Die schonenden biegsamen Endoskope sind jetzt mit einer hochauflösenden Optik ausgestattet, so dass uns auch kleinste Steine in der Niere nicht mehr entgehen.
  • Langfristig zahlt sich aus! In der Urologie Solingen ist durch eine langfristige Vertragsgestaltung ein hoher Anteil von langjährigen Mitarbeitern vorhanden. Dadurch stehen Ihnen immer erfahrene Ärzte zur Verfügung.
  • Göttinger Studenten lernen Urologie in Solingen Als anerkanntes Wahlpflichtfach belegen seit 2010 Göttinger Medizinstudenten Kurse zur Urologie bei uns und attestieren eine hohe Qualität der Lehre.
  • Kinderurologie Prof. Dr. Heuser und Dr. Soditt führen zusammen die kinderurologische Sprechstunde durch. Ihr Kinderarzt/Urologe kann mit uns einen Termin vereinbaren.
  • Helios-Klinikum Wuppertal eröffnet MVZ mit urologischer Praxis Das Helios-Klinikum Wuppertal hat zusammen mit einer grossen urologischen Praxis ein Medizinisches Versorgungszentrum mit angestellten Urologen gegründet.

Zentrale Notfallambulanz

Führungen für Kinder

Zertifizierte Zentren

Einige Fachbereiche unseres Klinikums haben bereits erfolgreich Zertifizierungsverfahren abgeschlossen. Hier informieren wir Sie über die geprüfte Qualität unserer medizinischen Leistung.

Weitere Einrichtungen

Das medizinische Leistungsspektrum des Klinikums wird durch verschiedene spezialisierte Einrichtungen ergänzt. Hier geben wir Ihnen einen Überblick über das umfangreiche Angebot unseres Hauses.

Kooperationen

Im Rahmen des Campus-Konzeptes kooperiert das Klinikum mit mehreren externen Partnern. Erfahren Sie mehr über unser Engagement und die Vorteile, die sich aus dieser Zusammenarbeit für Sie ergeben.